Das Soloprogramm

Juliane Laake begibt sich auf einen Streifzug durch die Entwicklungsgeschichte dieses ungewöhnlichen Instruments:
Die Viola da gamba, entstanden um 1500 in Italien, eroberte schnell die Noblesse der europäischen Länder, da sie nur im Sitzen – a gamba – gespielt werden konnte. Sie war damit nutzlos für die fahrenden Spielleute und entwickelte sich zum Liebling der Aristokratie, die so nicht Gefahr lief, sich mit dem »Volke« gemein zu machen.

Auf dem Programm stehen Werke des Spaniers Diego Ortiz, der aus England stammenden Komponisten Tobias Hume und Christopher Simpson sowie des Niederländers Johannes Schenck. Der Abend rundet sich mit der Sonata IV von Carl Friedrich Abel, dem letzten großen Solisten der Gamben–Spielkunst. Mit ihm verschwand das Instrument vorübergehend aus der Musikwelt bis zu seiner umso glanzvolleren gegenwärtigen Renaissance.

Juliane Laake, Viola da gamba & Moderation