bachundsoehne

Sonaten für Viola da gamba und Cembalo von Johann Sebastian und Carl Philipp Emanuel Bach sowie Cembalowerke von Wilhelm Friedemann Bach

Johann Sebastian Bach mit den beiden Söhnen aus erster Ehe, die ihm auf jeweils ganz eigenen Pfaden nacheiferten: Auf der einen Seite Carl Philipp Emanuel, langjähriger Kammercembalist des späteren Preußenkönigs Friedrich II. und nicht minder langjähriger Hamburger Kirchenmusikdirektor, auf der andern der menschlich, beruflich und kompositorisch gleichermaßen zu »ungebührlichem« Betragen neigende Wilhelm Friedemann – jeder für sich ein Originalgenie, das in diesem Programm neben dem unübertroffen-unübertrefflichen Lehrmeister reichlich zu Worte kommt.

Carl Philipp begegnet dem Vater auf dem ureigensten Gebiet der Gambensonaten, wobei er sich am preußischen Hofe gewiß anders artikulierte als der Leipziger Thomaskantor in seiner Köthener Zeit getan hatte; und der rastlose Wilhelm Friedemann wirft vom Cembalo aus seine Kommentare ein, die mitunter ganz außerordentlich an der Oberfläche dessen kratzen, was damals auf dem Markt musikalischer Galanteriewaren im Umlauf war. Kein Wunder, daß er, der besondere Liebling des »Alten«, sich immer wieder mit Präzision in Schwierigkeiten brachte.