Johann Christoph Rothe (1653-1700)

Matthäus-Passion (1697)

Gudrun Sidonie Otto, Manja Stephan & Margaret Hunter, Sopran
Christoph Dittmar & Beat Duddeck, Alto
Hans Jörg Mammel & Mirko Ludwig, Tenor
Wolf Matthias Friedrich & Carssten Krüger, Bass
Cantus Thuringia
Capella Thuringia
unter Leitung von Bernhard Klapprott
cpo 2CD 777 554-2
Erscheinungstermin: 22.2.2010

Passio Domini Jesu Christi Secundum Matthaeum
CD 1, TT: 63:05
CD 2, TT: 34:07

Hörbeispiele

Information

Durch die neue CD-Reihe »Musikerbe Thüringen« bei cpo entsteht ein Portrait einer in ihrer Art einmaligen und international bedeutsamen historischen Musiklandschaft – unterstützt vom Freistaat Thüringen. Als erste Veröffentlichung der Edition, die sich der Erschließung, Veröffentlichung und Verbreitung bedeutender thüringer Musikdenkmäler widmet, stellen die Musiker die älteste erhaltene oratorische Passion aus Mitteldeutschland vor: die Matthäuspassion von Johann Christoph Rothe.

Biographisches ist kaum überliefert und ob Rothe Kenntnis von den bereits in den Jahrzehnten zuvor entstandenen figuralen Passionsmusiken hattenist unklar. Jedenfalls ist seine 1697 in Sondershausen komponierte Passion mithin ein bedeutendes Zeugnis der Gattungsgeschichte. Die stilistischen Merkmale von Rothes Passion sind wahrscheinlich typisch für die in Thüringen zur Zeit des jungen Johann Sebastian Bach aufgeführten Passionsmusiken. Seine Vertonungen reichen in ihrer formalen Bandbreite von der schlichten Strophenarie bis hin zu ausdrucksstarken Sologesängen im Stile der zeitgenössischen Oper, die von Ritornellen der beiden Violinen oder des vierstimmigen Gambenconsorts umrahmt werden.

Pressestimmen

„Die vorliegende Einspielung nimmt das Werk ernst und liefert eine tadellose Aufführung. Damit bereitet diese Doppel-CD stilsicheren Hörgenuss und überschreitet durchaus den Status einer im Rahmen einer Anthologie präsentierten ‚Fundsache‘.“ klassik-heute.com 04/10

„Sänger und Instrumentalisten sind exzellent. Ich hoffe, mehr von diesem großartigen Ensemble zu hören.“ Early Music Review

„Ein wunderschönes und sehr bewegendes Werk, das von den Sängern und Instrumentalisten mit Hingabe und technisch souverän dargeboten wird.“ Toccata 04/11